Wilde Skythen, sanfte Nymphen: Tänze aus Glucks Ballettoper „Cythere assiegée“ (Das belagerte Cythere), 1775 in Paris uraufgeführt, steht im Mittelpunkt unseres Seminars. Cythere ist eine fiktive idyllische Insel, auf der die Liebe herrscht. Wilde Skythen drohen dieses Reich zu zerstören, aber – natürlich – durch die Macht der Liebe kommt alles zu einem guten Ende. Zu schönster Musik reihen sich die Ballette (Tänze) aneinander: glückliche Nymphen, raue, keulenschwingenden Skythen, jubelnd ausgelassene Hirten und edle Götter. Dies alles wollen wir an dem Seminar explorieren auf der Grundlage der einzigen großen Tanzquelle, die es in dieser Zeit gibt: des „Trattato di Ballo“ (1779) von Gennaro Magri.

Die Mitte des 18. Jahrhunderts ist eine Zeit der großen musikalisch-tänzerischen Umbrüche. Die barocke Art zu spielen und zu tanzen hat ausgedient, es etabliert sich ein neuer „galanter“, sog. „empfindsamer“ Stil. In der Oper will man nicht mehr die althergebrachte Abfolge von Rezitativ und Arie hören, sondern eine ununterbrochene und durchkomponierte Handlung, wofür insbesondere die Opernreform Christoph Willibald Glucks steht. Der Bühnentanz, der auch Teil der Oper ist, wird von den großen Choreographen Gasparo Angiolini und Jean Georges Noverre von Grund auf reformiert: weg von den alten begrenzenden Formen hin zu direktem Gefühlsausdruck im Tanz mit einer pantomimisch geprägten Art der Darstellung.

Weitere Kursinformationen: fido.wagler(at)lag-tanz-hessen(dot)de

Meldeschluss: 05.März 2018

Kursgebühr: 70,00€ / Mitglied 60,00 € / JugendPlus 45,00 €

Frühbucherrabatt: 10,00 € bis zum 23.02.2018

März 24 @ 14:00 — März 25 @ 14:00
14:00 — 14:00 (24h)

Elisabethschule Marburg

Jadwiga Nowaczek

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